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KI klar verstehen

Für kleine Betriebe

Sie führen einen kleinen Betrieb, und Ihre Mitarbeitenden nutzen KI – vielleicht schon, bevor es dafür eine Regel gibt? Hier finden Sie Antworten auf vier Fragen, die sich dabei oft stellen, und am Ende eine kurze Checkliste. Ob eine bestimmte Nutzung erlaubt ist, beurteilt dieses Angebot nicht. Es zeigt, worauf Sie achten können und wo Sie selbst nachsehen sollten. Grundsatz Die Größe ist nur eine Orientierung. Grundsatz Arbeiten Sie allein, passt „Für Handwerk und Selbstständige“ besser. Gibt es einen Betriebsrat oder Fragen zu Verträgen und Datenschutzbeauftragten, lesen Sie zusätzlich „Für den Mittelstand“.

Quelle · geprüft am 06.11.2026

Nächste Prüfung: 04.12.2026 · alle Quellen unter Quellen und Änderungen

1 Meine Leute nutzen KI schon privat. Was sollte ich regeln?

Nutzen Mitarbeitende ihre privaten KI-Konten für die Arbeit, landen Betriebsdaten in Konten, die der Betrieb nicht verwaltet. Nach Einschätzung der Aufsichtsbehörden droht ohne klare Regeln eine eigenmächtige Nutzung. Q13 Abschn. 2.2 Dazu kommen die Bedingungen der privaten Tarife: Bei OpenAI ist geschäftliche Nutzung von Plus und Pro vorgesehen, aber ohne Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Die Verbraucher-Bedingungen von Anthropic sehen für Free, Pro und Max nur nicht-kommerzielle Nutzung vor. Q20, Q19; Q24, Q46 Zu regeln sind deshalb vor allem drei Dinge: welche Konten genutzt werden, welche Daten hineingehören und wer was sehen kann. Wie eine einfache Regel aussehen kann, steht bei Frage 2.

Quellen · geprüft am 04.11.2026

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Beispiel (erfunden)

Herr Yilmaz arbeitet im Büro eines Sanitärbetriebs mit zwölf Mitarbeitenden. Für private Fragen legt er ein ChatGPT-Konto an – mit seiner Firmenadresse. Nutzt der Betrieb einen eigenen ChatGPT-Arbeitsbereich, kann das Konto dem Arbeitgeber gemeldet und in den Firmen-Arbeitsbereich übernommen werden. Dann können die Administratoren auf das Konto zugreifen, auch auf Inhalte. Q20, Q43 Bei Claude ist eine solche Verknüpfung ebenfalls möglich. Anthropic kündigt sie vorher an, außer der Betrieb hat bereits informiert. Q24, Q46

Worauf man achten kann: Privates und Berufliches in getrennten Konten halten, das private mit privater Adresse.

Quellen · geprüft am 04.11.2026

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Quellen · geprüft am 06.11.2026

Nächste Prüfung: 04.12.2026 · alle Quellen unter Quellen und Änderungen

2 Wie sieht eine einfache KI-Regel für den Betrieb aus?

Die Aufsichtsbehörden empfehlen klare, dokumentierte Vorgaben mit Beispielen dafür, wofür KI genutzt werden soll und wofür nicht. Eine Dienst- oder Betriebsvereinbarung bietet sich nach ihrer Ansicht dafür an. Q13 Abschn. 2.2 Eine einfache Regel kann diese Punkte abdecken, jeweils mit ein, zwei Beispielen aus Ihrem Alltag:

  1. Wofür ja, wofür nein. Ein Betrieb könnte etwa festlegen: Entwürfe für Werbetexte ja, Bewerbungen und Krankmeldungen nein.
  2. Welche Konten. Der Betrieb stellt die Konten bereit, möglichst mit einer Funktions-E-Mail-Adresse statt mit Namen. Q13 Abschn. 2.4
  3. Welche Einstellungen. Die Konten sind von Beginn an so eingestellt, dass keine Eingaben fürs Training genutzt werden und keine Historie über die Sitzung hinaus gespeichert wird. Q13 Abschn. 2.5
  4. Welche Daten nicht hineingehören. Siehe Frage 4.
  5. Ergebnisse prüfen. Ergebnisse mit Personenbezug werden kritisch geprüft; Entscheidungen mit Rechtswirkung trifft grundsätzlich ein Mensch. Q13 Abschn. 3.3, 1.6
  6. Wen man fragt. Eine Person im Betrieb sammelt Fragen und hält die Regel aktuell.

Schreiben Sie die Regel auf und gehen Sie sie mit allen durch – das ist zugleich ein Teil der Einweisung (Frage 3). Eine fertige Vorlage bietet dieses Angebot nicht. Ob eine Regel für Ihren Betrieb ausreicht, beurteilt es nicht.

Quelle · geprüft am 04.11.2026

Nächste Prüfung: 04.02.2027 · alle Quellen unter Quellen und Änderungen

3 Was heißt „KI-Kompetenz“ nach der KI-Verordnung für uns konkret?

KI-Kompetenz

KI-Kompetenz nach Art. 4 der KI-Verordnung: Wer KI-Systeme anbietet oder im Betrieb einsetzt, ergreift Maßnahmen, um die KI-Kompetenz seines Personals und anderer Personen in seinem Auftrag zu fördern – passend zu Vorwissen, Erfahrung, Ausbildung und Einsatz. Q16 Art. 4 n. F. Die Pflicht gilt seit 02.02.2025, in der neuen Fassung seit 27.07.2026. Ein bestimmtes Kompetenzniveau je Person muss nicht garantiert werden. Q16 Auch ein Handwerksbetrieb, der ChatGPT im Betrieb nutzt, kann „Betreiber“ sein. Gemeint ist Förderung, etwa eine Einweisung, kein Zertifikat.

Quellen · geprüft am 04.11.2026

Nächste Prüfung: 04.02.2027 · alle Quellen unter Quellen und Änderungen

Beispiel (erfunden)

Frau Albrecht führt einen Malerbetrieb mit sechs Mitarbeitenden. Im Büro und auf der Baustelle schreiben sie Angebote und Kundenmails mit ChatGPT. Frau Albrecht nimmt sich eine halbe Stunde für eine Einweisung im Team: Wofür nutzen wir KI? Was kommt nicht hinein? Wie prüfen wir, bevor etwas zum Kunden geht? Die Antworten stehen auf einem einseitigen Merkblatt im Büro. Nach Art. 4 der KI-Verordnung ergreifen Betreiber Maßnahmen, um die KI-Kompetenz ihres Personals zu fördern, passend zu Vorwissen, Erfahrung, Ausbildung und Einsatz. Ein bestimmtes Kompetenzniveau je Person muss nicht garantiert werden. Q16 Art. 4 n. F. Auch ein Betrieb wie dieser kann „Betreiber“ sein.

Worauf man achten kann: Die Einweisung an das anpassen, wofür die Leute KI tatsächlich nutzen, und sie wiederholen, wenn neue Mitarbeitende kommen oder sich die Nutzung ändert. Ob die Maßnahmen im Einzelfall genügen, beurteilt dieses Angebot nicht.

Quelle · geprüft am 04.11.2026

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4 Welche Daten sind tabu, welche unkritisch?

Ob bestimmte Daten im Einzelfall in einen KI-Chat dürfen, beurteilt dieses Angebot nicht. Grundsatz Zur Orientierung hilft eine Einteilung in drei Gruppen: was nie hineingehört, was erst nach Klärung hineingehört – beides steht in der Liste unten – und Eingaben ohne Angaben über Personen und ohne Betriebsgeheimnisse, etwa ein allgemeiner Werbetext. Bei der dritten Gruppe stellen sich die Fragen nach Personendaten nicht. Training, Speicherung und das Prüfen der Ergebnisse bleiben trotzdem Themen. Vorsicht beim Einordnen: Personenbezogen sind nach der DSGVO alle Informationen über eine identifizierte oder identifizierbare Person – nicht nur Namen, sondern etwa auch Kennnummern oder Standortdaten. Q40 Art. 4 Nr. 1

Quellen · geprüft am 04.11.2026

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Gilt für alle:

Warum: Eingaben werden beim Anbieter gespeichert, können in bestimmten Fällen von Menschen beim Anbieter gelesen werden und werden für andere sichtbar, wenn Sie einen Chat über einen Link teilen (→ Die vier Fragen). Q49, Q50, Q55, Q56 OpenAI rät selbst, Passwörter, Kontonummern, Gesundheits- und Finanzangaben nicht in geteilte Inhalte zu schreiben. Q55

Im Betrieb zusätzlich – nur nach Klärung:

Quellen · geprüft am 06.11.2026

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Kurz-Checkliste für kleine Betriebe

Diese Schritte greifen die vier Fragen auf. Es sind Empfehlungen, keine Prüfung Ihres Einzelfalls. Grundsatz

Passend dazu: der Selbstcheck mit bis zu sieben Fragen zum Ankreuzen. Mit Betriebsrat oder Fragen zu Verträgen: siehe „Für den Mittelstand“. Grundsatz

Quellen · geprüft am 04.11.2026

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