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KI klar verstehen

KI kann sich irren

Antworten von ChatGPT oder Claude klingen oft fertig und sicher. Trotzdem können sie falsch sein. Q57, Q58 Hier lesen Sie, woran das liegt, wie Sie eine Antwort prüfen und was Sie besser gar nicht erst eingeben.

Quellen · geprüft am 06.11.2026

Nächste Prüfung: 04.12.2026 · alle Quellen unter Quellen und Änderungen

Halluzination

Warum klingt eine falsche Antwort so überzeugend?

KI-Chats können falsche oder irreführende Antworten geben und dabei sicher klingen. Beide Anbieter nennen das selbst „Halluzination“. Q57, Q58 Beide raten, wichtige Angaben selbst zu prüfen und die KI nicht als einzige Quelle zu nutzen. Q57, Q58

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Ein Sprachmodell schreibt Text, der wahrscheinlich passt. Wahrscheinlich ist aber nicht dasselbe wie wahr. Typische Fehler nennen die Anbieter selbst: falsche Fakten, Daten und Definitionen, erfundene Zitate, Studien oder Quellen, veraltetes Wissen zu aktuellen Themen. Q57, Q58 Der sichere Ton hilft beim Erkennen nicht: Auch eine falsche Antwort kann sehr bestimmt klingen. Q58

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Beispiel (erfunden)

Frau Kaya schreibt für das Heft ihres Sportvereins einen Text über Bewegung im Alter. Sie bittet eine KI um zwei Quellen. Die KI nennt eine Studie mit Titel, Autorin und Erscheinungsjahr. Frau Kaya sucht die Studie im Netz und findet sie nicht. Es gibt sie nicht. Genau diesen Fehler beschreiben die Anbieter selbst: erfundene Studien und Quellenangaben, die echt aussehen. Q58, Q57

Worauf man achten kann: Jede Quelle, die eine KI nennt, selbst öffnen, bevor Sie sie weitergeben. Q57, Q58

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So prüfen Sie eine Antwort

  1. Neben das Original legen. Fasst die KI einen Brief, einen Vertrag oder eine Webseite zusammen: Steht das, was sie behauptet, wirklich dort? Das Original kann wichtigen Zusammenhang enthalten; darauf weist Anthropic für Quellen aus der Websuche selbst hin. Q57
  2. Zahlen, Daten, Fristen und Zitate selbst nachsehen. Daten, Fakten und Zitate nennt OpenAI selbst als typische Fehlerstellen. Q58
  3. Genannte Quellen öffnen. Gibt es die Quelle, und steht dort, was die KI sagt? Q57, Q58
  4. Nicht vom Ton leiten lassen. Nachfragen („Woher stammt das?“) kann Unsicherheiten sichtbar machen, ersetzt aber das Nachsehen nicht. Q58
  5. Bei Geld, Gesundheit und Recht entscheidet ein Mensch – die Bank, die Ärztin, die Anwältin, das Amt. Anthropic rät ausdrücklich, Ratschläge mit hoher Tragweite sorgfältig zu prüfen. Q57
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Fachlich erklärt (für Betriebe)

Für ChatGPT steht die Prüfpflicht auch im Vertrag: Nach den Nutzungsbedingungen für Europa müssen Nutzer Ausgaben vor Verwendung oder Weitergabe auf Richtigkeit prüfen, wo angebracht durch einen Menschen. Q20 Die Aufsichtsbehörden empfehlen, Ergebnisse mit Personenbezug kritisch zu prüfen; unrichtige Ergebnisse können zu einer unzulässigen Verarbeitung führen. Entscheidungen mit Rechtswirkung sollen grundsätzlich Menschen treffen. Q13 Abschn. 3.3 und 1.6 Wer als Betreiber KI-erzeugte Texte zu Angelegenheiten von öffentlichem Interesse veröffentlicht, muss das nach der KI-Verordnung seit 02.08.2026 offenlegen – außer ein Mensch hat sie geprüft und trägt die redaktionelle Verantwortung. Q17 Art. 50 · Q16 Ob das im Einzelfall greift, beurteilt dieses Angebot nicht.

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Das gibt man nie ein

Gilt für alle:

Warum: Eingaben werden beim Anbieter gespeichert, können in bestimmten Fällen von Menschen beim Anbieter gelesen werden und werden für andere sichtbar, wenn Sie einen Chat über einen Link teilen (→ Die vier Fragen). Q49, Q50, Q55, Q56 OpenAI rät selbst, Passwörter, Kontonummern, Gesundheits- und Finanzangaben nicht in geteilte Inhalte zu schreiben. Q55

Im Betrieb zusätzlich – nur nach Klärung:

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Beispiel (erfunden)

Ein Dachdecker lässt sich von einer KI ein Angebot formulieren. Den Namen der Kundin lässt er weg. Er schreibt: „Angebot für das Eckhaus neben der Kirche in [Ort], Dachfläche 140 m².“ Wer den Ort kennt, weiß, um wessen Haus es geht. Die Aufsichtsbehörden nennen selbst ein solches Beispiel: ein Arbeitszeugnis ohne Namen, aber mit Stelle und Arbeitgeber, ist trotzdem einer Person zuzuordnen. Q13 Abschn. 3.1 Die DSGVO stellt darauf ab, ob sich die Person mit Mitteln erkennen lässt, die nach allgemeinem Ermessen wahrscheinlich genutzt werden. Q41 Erwägungsgrund 26

Worauf man achten kann: Auch Umschreibungen weglassen, die auf eine Person zeigen. Für das Angebot genügt „Einfamilienhaus, Satteldach, 140 m²“.

Quellen · geprüft am 04.11.2026

Nächste Prüfung: 04.02.2027 · alle Quellen unter Quellen und Änderungen